Nachlese zum Tiroler Weiterbildungskongress 2007

Weiterbildung als die Antwort in der Wissensgesellschaft auf künftige gesellschaftliche Entwicklungen und Anforderungen? In welchen Feldern sie eine zentrale Rolle spielt - Innovation, Fachkräftebedarf, demografische Entwicklung oder Lissabon-Strategie – damit beschäftigten sich über 170 BildungsexpertInnen aus Deutschland, Schweiz, Belgien, Italien, Ungarn und Österreich vom 16. bis 18. April 2007 bei wunderschönen Wetter am Tiroler Bildungsinstitut Grillhof.

Trendlabor Lernen wurde im Rahmen des Equalprojektes ADVOCATE organisiert. Die TeilnehmerInnen verknüpften europäische Entwicklungen der beruflichen Bildung mit den regionalen Erfahrungen. Sie bekamen Fragen zu Innovationen, Lernen am Arbeitsplatz, Lernen mit neuen Medien und Methoden sowie zum Lebenslagen Lernen von namhaften ExpertInnen so aufbereitet, dass sie sie im Tagesgeschäft sofort umsetzen können. Der Kongress bot neben den zahlreichen Referaten mit TopexpertInnen vielfältige weitere Angebote, wie ExpertInnenforen, Workshops, offene Lehr- und Lernformen im Multimedia-Raum, Diskussionsrunden und ermöglichte informelle Netzwerkaktivitäten. Wie gut sich Lernen mit Humor verknüpfen lässt, demonstrierten die KabarettistInnen Alexander Kröll und Christina Matuella. Sie sorgten mit ihren Bildern zu den einzelnen Themen für bleibende Eindrücke.

Zu den Höhepunkten zählten sicher die Beiträge von Claudio Zettel zu Innovationen in Unternehmen oder von Prof. Rolf Arnold, der mit seiner pointierten Vortragsweise gekonnt zu einer Neuen Lernkultur in der beruflichen Erwachsenenbildung motivierte. Frau Prof. Elke Gruber betonte vor allem die positiven Aspekte des Lernens im Erwachsenenalter. Mit welchen neuen Wegen Erwachsenenbildungseinrichtungen zu neuen Angeboten und somit zu KundInnen kommen, zeigte Jutta Reich von der Uni München auf. Ausführliche Diskussionen, bspw. zwischen Publikum und den geladenen UnternehmensvertreterInnen von Handl Tyrol und der Firma Unterland rundeten das Programm ab.

Parallel präsentierten die nationalen und transnationalen Partner in einer Art „Leistungsschau“ ihre in den letzten beiden Jahren erarbeiteten Produkte. Die TeilnehmerInnen waren überrascht und angetan, wie vielfältig die Produkte sind und dass alle der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stehen.